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Triptychon "Der Krieg im Kopf"

im Rahmen der Ökumenischen FriedensDekade - Veranstaltung im bayerischen Schwerpunktdekanat Weißenburg
Di, 14.11.2023 19 Uhr - Mi, 22.11.2023 20 Uhr
Veranstaltungsort
Gemeindehaus St. Andreas
Martin-Luther-Platz
91781 Weißenburg
Bild des Veranstaltungsortes
Ausführliche Beschreibung
Weißenburg ist dieses Jahr das bayerische Schwerpunktdekanat der "Ökumenischen FriedensDekade" (12.-22. November 2023).
Viele Veranstaltungen unter dem Motto "sicher nicht – oder?" werden dabei vom Evang. Bildungswerk Jura-Altmühltal-Hahnenkamm zusammen mit dem Dekanat Weißenburg organisiert.

Das Bild „Der Krieg im Kopf“ ist eines von drei Darstellungen, die in der Zeit der Ökumenischen FriedensDekade im Gemeindehaus St. Andreas in Weißenburg ausgestellt werden.
Die Gestalterin des Triptychons Evelyn Gillmeister-Geisenhof referiert über ihre bildnerische Umsetzung von vier pazifistischen Literaturwerken, die während und unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg erschienen sind.
In ihren Dramen und Schauspielen verarbeiteten vier fränkische Schriftsteller: Julius Maria Becker aus Aschaffenburg, Karl Bröger aus Nürnberg, Leonhard Frank aus Würzburg und Leo Weismantel aus Obernsinn/Spessart die Grausamkeiten und Traumata des Ersten Weltkriegs, der in der unendlichen Reihe der Kriege eine neue Dimension einnahm und sinngemäß nach dem Philosophen Walter Benjamin einen scharfen Schnitt zwischen zwei Epochen riss. Es sind vier vollständig unterschiedliche Geschichten, deren Abläufe sich zielorientiert ähneln: Die Grausamkeit des Krieges – der Krieg im Kopf – Erkenntnis durch Erleuchtung – Wandlung zum Pazifismus.
Die Darstellungstechnik der drei Bilder orientiert sich an der zeittypischen Stilrichtung des Konstruktivismus, der in seiner Aussagekraft einen epochalen Neuanfang nach einem vielfachen „Verstummen“ durch den Ersten Weltkrieg folgerichtig symbolisiert.
Das abgebildete Mittelbild „Der Krieg im Kopf“ nimmt in seiner Gestaltungskonzeption das Motiv von Karl Bröger aus seinem expressionistischen Versspiel „Kreuzabnahme“ auf, indem der dort personifizierte Krieg erklärt, dass er erst verschwinden könne, wenn die Menschen den Krieg aus ihren Köpfen verbannten: „Ich bleibe da! Mein Wirken wohnt im Geiste, in der Waffe nicht.“ Unter dem blutgetränkten Mantel des Kriegsgottes Mars stehen die Vertreter der Menschheit, wie die Mutter, die sich wünscht, dass ihr Sohn ein guter Offizier wird oder der Gelehrte, der in Person des Fritz Haber das Giftgas erfunden hat ebenso wie der Kaiser, der Frankreich, Russland etc. erobern möchte.
Referent:innen
Evelyn Gillmeister-Geisenhof
Art der Erwachsenenbildungsveranstaltung
Ausstellung / Kunst / Führung
Art der Veröffentlichung
Zeitung|Mitteilungsblatt|Amtsblatt; Internet
Veranstalter / veröffentlicht von: Bild / Logo Evang. Bildungswerk Jura-Altmühltal-Hahnenkamm e.V.
Evang. Bildungswerk Jura-Altmühltal-Hahnenkamm e.V.
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