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Für Gesundheit sorgen

Fr, 22.11.2019 18 Uhr - So, 24.11.2019 13 Uhr
Kurzbeschreibung
Medizin und Pflege dienen der Gesundheit, so auch Psychotherapie und Seelsorge. Was trennt oder eint diese Disziplinen im Bemühen um eine tragfähige Sorge? Medizin-Theologie-Symposium
Veranstaltungsort
Evangelische Tagungsstätte Wildbad KdöR BgA
Taubertalweg 42
91541 Rothenburg ob der Tauber
Ausführliche Beschreibung
Sorget euch nicht - für euch ist gesorgt

Wenn es nur so einfach wäre! Sich Sorgen zu machen, gehört zum Menschsein ebenso dazu, wie der Drang, sich um andere zu sorgen. Dies gilt für das alltägliche Miteinander, für Familien, Freundschaften und Nachbarschaft, aber – durch staatlich und kommunal organisierte Fürsorge – auch für das Gemeinwesen. Besonders jedoch wird im Gesundheitswesen erwartet, dass Medizin, Pflege, Therapie und Beratung für Menschen in Not sorgen können – und auch sorgen wollen. Im kirchlichen Umfeld wird diese Haltung insbesondere von der Seelsorge erwartet und erhofft.

Offen bleibt dabei die Frage, wie alle Beteiligten diese Sorge verstehen. Sind die grundlegenden Werte und Paradigmen sorgenden Handelns in den beteiligten Berufen wirklich immer vergleichbar? Welches Verständnis von Sorge teilen Medizin und Pflege und wo dominieren die Unterschiede? So mag zum Beispiel für eine Krankenschwester ein tröstendes Gespräch am Abend elementar zu ihrem Verständnis von Behandlung gehören, während dies für den Chirurgen nicht so zentral ist. Oder: Die Sorge um die besorgten Angehörigen steht für Pflege und Sozialarbeit im Mittelpunkt während sie den Operateur vielleicht niemals erreicht. Auch außerhalb der Klinik wird um den Sorgebegriff gerungen: Ist medizinische Forschung nicht auch Sorgearbeit? Was erwartet man in Therapie, Beratung oder Supervision an Hilfe und Sorge? Wie verstehen Mitarbeitende in der Hospizbewegung, in der Nachbarschaftshilfe oder in der öffentlichen Fürsorge ihre sorgende Arbeit? Und schließlich die vermeintliche Königsdisziplin: Bietet die Seelsorge den Inbegriff von Sorge, oder versteht sie diese Haltung ganz anders?

Solche Fragen werden nicht nur aus Sicht von Patienten oder Klienten gestellt, sondern auch innerhalb der Professionen und zwischen den Berufsgruppen gibt es unterschiedliche Zugänge und Haltungen dazu. Diesen Themen gehen wir im diesjährigen Medizin-Theologie-Symposium nach. Wir freuen uns auf spannende und anregende Vorträge und Diskussionen. Zusammen mit dem Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing laden wir herzlich in das Tagungshaus Wildbad Rothenburg ein.
Ansprechperson
Cornelia Spehr spehr@ev-akademie-tutzing.de
Telefon: 08158 251-125
Telefax: 08158 99 64 24
ReferentInnen
Pfarrer Hans Bartosch, Stabsstelle Diakonie und Seelsorge Pfeiffersche Stiftungen Magdeburg
Pastorin Cornelia Coenen-Marx, Oberkirchenrätin a.D.; Autorin, Garbsen-Osterwald
Prof. Dr. phil. habil. Elisabeth Conradi, Professorin für Gesellschaftstheorie und Philosophie, Stuttgart/Hamburg
Stadtdekanin Barbara Kittelberger, Pastoralpsychologin, München
Dipl. Psych. Christine le Coutre, Psychologin, Gesprächstherapeutin; Beraterin im Evangelischen Beratungszentrum München, Markt Schwaben
Prof. Dr. med. Andreas Mackensen, Direktor der Medizinischen Klinik 5 -Hämatologie & Internistische Onkologie am Uniklinikum Erlangen
Prof. Dr. theol. habil. Arne Manzeschke, Leiter der Fachstelle für Ethik und Anthropologie im Gesundheitswesen der ELKB, Professor für Anthropologie und Ethik für Gesundheitsberufe Evangelische Hochschule Nürnberg
Pfarrerin Renate Schauer, Klinikseelsorgerin am Universitätsklinikum der FAU Erlangen und Gemeindepfarrerin Nürnberg
Art der Erwachsenenbildungsveranstaltung
Gesprächskreis; Vortrag ; Fortbildung ; Fachtag
in Kooperation mit
Freundeskreis Evangelische Akademie Tutzing e.V.
Art der Veröffentlichung
Zeitung|Mitteilungsblatt|Amtsblatt; Internet
Einrichtung der Evangelischen Erwachsenenbildung
Evangelisches Bildungswerk Weilheim e. V.
Veranstalter / veröffentlicht von:
Evangelische Akademie Tutzing
Die Evangelische Akademie Tutzing ist eine Tagungs- und Studienstätte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Toleranz und christliche Verantwortung sind die Voraussetzungen ihrer Arbeit.
Schlossstrasse 2+4
82327 Tutzing
grass@ev-akademie-tutzing.de
http://www.ev-akademie-tutzing.de
Dorothea Grass
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0 81 58/251-112
Fax. 0 81 58/251-133