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KANTATENGOTTESDIENST zum Mitsingen

in der Johanneskirche Garmisch-Partenkirchen mit der Kantate "Ich bin ein guter Hirt" BWV 85 (Ltg. KMD Ossoba-Lochner)
So, 10.7.2022 10:30 Uhr 4. Sonntag nach Trinitatis
musikalische Kategorie
Kantate/Oratorium/Passion; Gesang/Chormusik; Orgelmusik; Orchester; Ensembles/Solisten; Musik für Kinder und Jugendliche
Interpreten
Anja-Maria Luidl - Alt, Thilo Himstedt - Tenor, Johannes Gruber - Bass, Dietrich Schmidt - Oboe I, Hanna Kleber - Oboe II, Susanne Heitmann - Vi I, Monika Jung - Vi II, Laura Fechner-Compagna - Va, Jonathan Stroh - Vc, Siegfried Schweiger - Kb, Anne Voit-Isenberg - Orgel
aufgeführte Werke
Johann Sebastian Bach, Kantate "Ich bin ein guter Hirt" BWV 85
Besondere Hinweise
Samstag 9. Juli 16 Uhr Probe Chor, 18 Uhr Tutti Johanneskirche
Sonntag 10 Juli: Einsingen Johanneskirche GAP um 9:00h
Samstag 16. Juli 10-12 Uhr Probe Mittenwald Kirche
Sonntag 17. Juli: Einsingen Dreifaltigkeitskirche Mittenwald 8:30h
Orgelreiseweg Franken-Schwaben
Ja
Veranstaltung "Mach Kirchenmusik"
Ja
Texte der Veranstaltung
BWV 85 Ich bin ein guter Hirt

1. Aria B
Oboe, Violino I/II, Viola, Continuo Ich bin ein guter Hirt, ein guter Hirt lässt sein Leben für die Schafe.

2. Aria A
Violoncello piccolo, Continuo Jesus ist ein guter Hirt;
Denn er hat bereits sein Leben
Für die Schafe hingegeben,
Die ihm niemand rauben wird.
Jesus ist ein guter Hirt.

3. Choral S
Oboe I/II, Continuo Der Herr ist mein getreuer Hirt,
Dem ich mich ganz vertraue,
Zur Weid er mich, sein Schäflein, führt
Auf schöner grünen Aue,
Zum frischen Wasser leit er mich,
Mein Seel zu laben kräftiglich
Durch selig Wort der Gnaden.

4. Recitativo T
Violino I/II, Viola, Continuo Wenn die Mietlinge schlafen,
Da wachtet dieser Hirt bei seinen Schafen,
So dass ein jedes in gewünschter Ruh
Die Trift und Weide kann genießen,
In welcher Lebensströme fließen.
Denn sucht der Höllenwolf gleich einzudringen,
Die Schafe zu verschlingen,
So hält ihm dieser Hirt doch seinen Rachen zu.

5. Aria T
Violino I/II, Viola, Continuo Seht, was die Liebe tut.
Mein Jesus hält in guter Hut
Die Seinen feste eingeschlossen
Und hat am Kreuzesstamm vergossen
Für sie sein teures Blut.

6. Choral
Oboe I/II e Violino I col Soprano, Violino II coll' Alto, Viola col Tenore, Continuo Ist Gott mein Schutz und treuer Hirt,
Kein Unglück mich berühren wird:
Weicht, alle meine Feinde,
Die ihr mir stiftet Angst und Pein,
Es wird zu eurem Schaden sein,
Ich habe Gott zum Freunde.

Besetzung Soli: S A T B, Coro: S A T B, Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Violoncello piccolo, Continuo
Entstehungszeit 15. April 1725
Text unbekannter Dichter; 1. Johannes 10,12; 3. Cornelius Becker 1598; 6. Ernst Christoph Homburg 1658
Anlass Misericordias Domini
Allgemeine Informationen
Wikipedia:

Bachkantate
Ich bin ein guter Hirt
BWV: 85
Anlass: Misericordias Domini
Entstehungsjahr: 1725
Entstehungsort: Leipzig
Gattung: Kirchenkantate
Solo: S A T B
Chor: SATB
Instrumente: 2Ob 2Vl Va Vp Bc
Text
unbekannt, Cornelius Becker, Ernst Christoph Homburg


Ich bin ein guter Hirt (BWV 85) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er schrieb sie in Leipzig für „Misericordias Domini“, den 2. Sonntag nach Ostern, und führte sie am 15. April 1725 zum ersten Mal auf.
Inhaltsverzeichnis


Geschichte und Worte

Bach komponierte die Kantate in seinem zweiten Jahr als Thomaskantor in Leipzig für den Sonntag „Misericordias Domini“.[1] Die vorgeschriebenen Lesungen für den Sonntag waren 1 Petr 2,21–25 LUT, „Christus als Vorbild“, und Joh 10,12–16 LUT, Der gute Hirte. Nach John Eliot Gardiner ist der unbekannte Textdichter derselbe wie in den Kantaten der beiden vorangegangenen Sonntage, Bleib bei uns, denn es will Abend werden (BWV 6) und Am Abend aber desselbigen Sabbats (BWV 42),[1] bevor Bach an den folgenden Sonntagen Texte von Christiana Mariana von Ziegler vertonte.[2] Die drei zusammenhängenden Kantatentexte waren vermutlich bereits für Bachs ersten Kantatenzyklus vorgesehen, doch hatte er sie nicht komponiert, vielleicht wegen der Belastung durch die erste Aufführung der Johannes-Passion. Die Texte basieren auf Themen aus dem Johannes-Evangelium.[1] Die Kantate beginnt mit Vers 14 des Sonntagevangeliums, „Ich bin ein guter Hirt“.[3] Satz 2 erläutert, dass Jesus dies in seiner Passion verwirklicht hat. Der Gedanke wird kommentiert in der ersten Strophe von Cornelius Beckers Choral „Der Herr ist mein getreuer Hirt“ (1598),[4] einer Umdichtung von Psalm 23.[1] In Satz 4 bezieht sich der Dichter auf Vers 12 des Evangeliums, den Unterschied zwischen dem Hirten, der für die Schafe wacht und sein Leben für sie einsetzt, und den Mietlingen, die schlafen und die Schafe vernachlässigen. Satz 5 nennt Liebe als das Motiv des Hirten für seine Hingabe. Die Kantate endet mit dem Choral „Ist Gott mein Schutz und treuer Hirt“, der vierten Strophe von Ernst Christoph Homburgs Lied „Ist Gott mein Schild und Helfersmann“ (1658). Bach führte die Kantate am 15. April 1725 erstmals auf.
Besetzung und Aufbau

Die Kantate ist besetzt mit vier Vokalsolisten, Sopran, Alt, Tenor und Bass, vierstimmigem Chor, zwei Oboen, zwei Violinen, Viola, Violoncello piccolo und Basso continuo.

Aria (Bass): Ich bin ein guter Hirt
Aria (Alt): Jesus ist ein guter Hirt
Choral: Der Herr ist mein getreuer Hirt
Recitativo (Tenor): Wenn die Mietlinge schlafen
Aria (Tenor): Seht, was die Liebe tut
Choral: Ist Gott mein Schutz und treuer Hirt

Musik

Im ersten Satz singt der Bass als Vox Christi „Ich bin ein guter Hirt“, gerahmt von instrumentalen Ritornellen in einer Form, die zwischen Arie und Arioso liegt. Das gesungene Motiv auf diese Worte erschien bereits zuvor vier Mal im continuo. Die Oboe ist das konzertante Instrument in diesem Eingangssatz, dessen gesammelten Ernst Klaus Hofmann hervorhebt. Die Alt-Arie wird von einem obligaten Violoncello piccolo begleitet. Die folgende Choralstrophe singt der Sopran auf die leicht verzierte Melodie von „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ von Nikolaus Decius, während die beiden Oboen in den Ritornellen ein Thema spielen, das von der ersten Zeile der Melodie abgeleitet ist.

Das einzige Rezitativ ist eine Kurzpredigt, die von den Streichen akzentuiert wird. Satz 5 ist der einzige Satz der Kantate in pastoralem 9/8-Rhythmus. Die Streicher spielen in tiefer Lage bevorzugt Terz- und Sextparallelen. Dadurch ist der Tenor häufig die höchste Stimme, beginnend mit den ersten drei Rufen „Seht“. Gardiner bemerkt die Ähnlichkeit dieser Arie zur Alt-Arie „Sehet, Jesus hat die Hand“ in der Matthäus-Passion (Nr. 60 in der Neuen Bach-Ausgabe), sowohl in der Thematik der Liebe, die vom Kreuz ausgeht, als in der Musik, deren Wärme und Innigkeit Alfred Dürr betont. Die Kantate wird mit einem vierstimmigen Choralsatz beschlossen.
Ankündigungstext
Einrichtung der Evangelischen Erwachsenenbildung
Evangelisches Bildungswerk im Dekanat Weilheim e. V.
Veranstalter / eingetragen von:
Kirchenmusik im Evang.-Luth. Dekanat Weilheim

Am Öferl 8
82362 Weilheim
wilko.ossoba-lochner@elkb.de
https://www.dekanat-weilheim.de/
Telefon: 0171 / 574 07 50
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