Bild der Veranstaltung
Girolamo Frescobaldi, Organist an St. Peter in Rom

Orgelkonzert Wilko Ossoba-Lochner

auf der Schmid-Orgel von 1990
Do, 9.7.2020 20 Uhr
Untertitel
KMD Wilko Ossoba-Lochner spielt Werke von Arnolt Schlick, Johann Sebastian Bach, Michelangelo Rossi del Violino u.a.
Veranstaltungsort
Garmisch-Partenkirchen, Johanneskirche
82467 Garmisch-Partenkirchen
musikalische Kategorie
Orgelmusik; Musik für Kinder und Jugendliche
Interpreten
Kirchenmusikdirektor Wilko Ossoba-Lochner
Registrant*innen Clara Streffer, NN

Über den Interpreten:

Wilko Ossoba-Lochner (*1962) stammt aus Westfalen und erhielt u.a. als Mitglied der Stiftskantorei Gütersloh (Kantor Gottfried Wagner) und der Jugendkantorei Gütersloh (KMD Hermann Kreutz) seine erste musikalische Ausbildung. Nach Orgelunterricht u.a. bei Christoph Grohmann und Martin Lücker, sowie Studienzeiten in Eichstätt, Kiel und Konstanz studierte er von 1987 bis 1992 Kirchenmusik an der Musikhochschule Lübeck (u.a. Cembalo-Unterricht bei Prof. Hans-Jürgen Schnoor). Er war Stipendiat der Deutschen Studienstiftung, des DAAD und des DHIP.

Von 1989-2011 wirkte er als Kirchenmusiker an der St.-Katharinen-Kirche in Kirchbarkau und leitete dort unterschiedliche Instrumental- und Vokalensembles. 2005 wurde er zum Kreiskantor des Kirchenkreises Neumünster (jetzt Altholstein) gewählt. In dieser Funktion bildete er in mehreren C-Kirchenmusik-Kursen nebenamtliche Kirchenmusiker*innen aus und bereitete angehende Musikstudent*innen auf ihre Aufnahmeprüfung vor.

2011 wechselte er auf seine jetzige Stelle als Dekanatskantor im Kirchenkreis Weilheim nach Garmisch-Partenkirchen in Oberbayern. 2018 wurde ihm dort u.a. wegen seiner Arbeit mit dem Vokalensemble "CANTORIX Dekanatschor Weilheim", der aus Schüler*innen der Instrumentenbauschule Mittenwald besteht, der Titel "Kirchenmusikdirektor" verliehen.

Die Schwerpunkte der Arbeit von Wilko Ossoba-Lochner liegen zum einen im Bereich von Literaturspiel und Improvisation auf der Orgel. Neben Werken von Johann Sebastian Bach, pflegt er besonders die Orgelliteratur des 17. Jh.s und einzelne Komponisten aus Romantik und 20. Jh. Im Bereich der Improvisation widmete er sich u.a. dem Begleiten von Stummfilmen auf der Orgel (z.B. KoKi Kiel „Robin Hood“, LMU München „Phantom der Oper“). Besondere Bedeutung nimmt die Zusammenarbeit mit anderen Kunstsparten, vor allem der Literatur und der Bildenden Kunst ein. Zahlreiche Projekte entstanden in Zusammenarbeit mit dem Bildhauer Ingo Warnke.

Weiter beschäftigt ihn die Aufführung klein- und großbesetzter Werke der (Kirchen)Musik in Gottesdiensten und Konzerten. Neben Choralsätzen und Motetten, sind hier auch Instrumental-Konzerte, symphonisch besetzte Werke und Mess-Kompositionen. Auch eigene Kompositionen kommen regelmäßig zur Aufführung.

Wilko Ossoba-Lochner ist verheiratet und hat drei Kinder.


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aufgeführte Werke
Arnolt Schlick (vor 1460 - nach 1521), Zwei Bearbeitungen der Antiphon "Ascendo ad Patrem" zu 2 und zu 10 Stimmen (davon 4 im Pedal)
Michelangelo Rossi del Violino (1601/02 - 1656), Toccata Settima
Johann Sebastian Bach (1685 - 1750), Präludium und Fuge d-Moll (BWV 539) "Geigenfuge"
Giacomo Meyerbeer (1791 - 1864), Orgelbearbeitung der Ouvertüre zu der Grand Opéra "Les Huguenottes"
Ludwig van Beethoven (1770 - 1827), Präludium durch alle Tonarten für Orgel oder Klavier op. 39,2
Girolamo Frescobaldi (1583-1643), Toccata Settima aus dem 2. Toccatenbuch
Max Reger (1873-1916), Toccata und Fuge op. 129 1+2
J.S.Bach, 2 Choralbearbeitungen über das Lied "Vater unser im Himmelreich" aus dem "Dritten Teil der Clavierübung"
Eintritt
10€ (Schüler*innen, Student*innen 2€)
Besondere Hinweise
Das 2. diesjährige Werdenfelser Orgelkonzert findet am 2. Juli 2020 um 20 Uhr in der Johanneskirche in Garmisch-Partenkirchen statt. Wilko Ossoba-Lochner spielt ein Programm, dass vornehmlich der Gattung "Toccata", sowie besonderen Choralbearbeitungen berühmter Komponisten gewidmet ist. Als Verbeugung vor der Instrumentenbautradition Mittenwalds wird die "Geigenfuge" Johann Sebastian Bachs erklingen, eine Umarbeitung seiner Fuge in g-Moll für Violine solo.

Giacomo Meyerbeers Ouvertüre zu seiner Oper "Die Hugenotten" stellt eine orchestrale Choralbearbeitung über Luthers "Ein feste Burg ist unser Gott" dar. Diese Einleitung zur musikdramatischen Umsetzung eines der vielen tragischen Massenmorde in Europa bricht am Übergang zum Operngeschehen ab.

Die beiden großen Choralbearbeitungen Bachs zum Vaterunser und zu den 10 Geboten bauen beide auf einem Oktavkanon der jeweiligen Choralmelodie auf. In beiden Fällen treten der Pedal-Bass und zwei dialogisierende Oberstimmen hinzu, die bei "Vater unser im Himmelreich" eine kontrapunktisch-harmonische Dichte gepaart mit komplexen rhythmischen Strukturen herbeiführen, die in der Musikgeschichte ihres Gleichen sucht.

Ebenso einzigartig ist die zehnstimmige Choralbearbeitung "Ascendo ad patrem" des Orgelmeister Arnolt Schlick, die lange für unspielbar gehalten wurde. Dieses Stück von ca. 1520 ist bis heute in puncto Vielstimmigkeit nicht mehr erreicht worden.
Ansprechpartner
KMD Wilko Ossoba-Lochner
Orgelreiseweg Franken-Schwaben
Nein
Veranstaltung "Mach Kirchenmusik"
Ja
Veranstalter / veröffentlicht von:
Evang.-Luth. Kirchengemeinde Garmisch-Partenkirchen

Hindenburgstr. 39a
82467 Garmisch-Partenkirchen
pfarramt.garmisch-partenkirchen@elkb.de
Tel.: 08821-95230
Fax: 08821-952323